Nach der Grundordnung für die Priesterausbildung sollen in der Regel nur Priester zu Theologieprofessoren berufen werden.
Wegen aktueller Vorkommnisse sowie historischer Entwicklungen werden die kirchenrechtlichen Normen darauf hin analysiert und die staatskirchenrechtlichen und konkordiatären Bestimmungen untersucht. Ein Vergleich der unterschiedlichen Interessen der Beteiligten macht zudem deutlich, dass eine Lösung dieser schwierigen Frage nur in einem differenzierten Kompromiss gefunden werden kann.
Durch die nüchterne Darstellung der Rechtslage sollen Aufklärungsarbeit geleistet und auch wissenschaftliche Nachwuchskräfte vor enttäuschten Hoffnungen bewahrt werden.
Inhaltsverzeichnis
Schlaglichter gegenwärtiger Praxis (Problemanzeige)
- Keine rein akademische quaestio disputata
- Die kirchenpolitische Entscheidung von 1983 und ihre Folgen
- Ein symptomatischer Briefwechsel
- Bleibende Aktualität der Fragestellung
- Methodische Anmerkungen
Zum historischen Hintergrund
- Das Phänomen der Laientheologie
- Wandel in der Priesterausbildung
Universalkirchliche und partikularrechtliche Normierung des Standeserfordernisses
- Universalkirchliche Vorgabe: Die „communiter-Formel“
- Partikularrechtliche Ausformung: Statuierung eines Regel-Ausnahme-Verhältnisses
- Neuordnung des kirchlichen Hochschulrechts: AK Sapientia Christiana
- Akkommodationsdekret für die deutschen staatlichen Fakultäten (1983
- Kein Widerspruch zum CIC 1983
- Nachkodikarische Verlautbarungen
- Entstand Gewohnheitsrecht
- Ergebnis der kirchenrechtlichen Prüfung
Konkordatsrechtliche Vereinbarungen zum Standeserfordernis
- Der Doppelstatus der theologischen Staatsfakultäten
- Das verfassungsrechtlich beschränkte Selbstbestimmungsrecht der Kirche
- Die einschlägigen konkordatsrechtlichen Normen
- Zusammenfassung
Das Standeserfordernis im Spannungsfeld von kirchlichem Selbstbestimmungsrecht,
Wissenschaftsfreiheit und Gleichheitsgrundsatz
- Divergierende Interessenlage und Rechtsposition
- Differenzierter Kompromiss
- Beschränkte Ausschreibungen als Lösung?
Rückschau und Ausblick
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Der AutorRafael M. Rieger, Mitglied des Franziskanerordens, studierte in München, Rom und
Canterbury Theologie. Nach der Priesterweihe 2001 war er in der Pfarrseelsorge tätig. Anschließend absolvierte er an der Westf. Wilhelms-Universität Münster den Aufbaustudiengang „Lizentiat im kanonischen Recht“. Zurzeit arbeitet er in München als
Sekretär der Bayerischen Franziskanerprovinz, daneben bereitet er eine Promotion im
Fach christliche Sozialethik vor. Der Autor ist Mitglied der Redaktion der Zeitschrift „Wissenschaft und Weisheit“. Er hat mehrere Veröffentlichungen in Zeitschriften insbesondere zu Fragen des Ordensrechts und der Ordensspiritualität vorgelegt.
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